Im Umgang mit anderen Menschen neigt man oft dazu, sie nach bestimmten Maßstäben zu beurteilen, die jedoch bei näherer Betrachtung der Person nicht gerecht werden können. Sympathiewerte und die direkte Umgebung verfälschen oft das Ergebnis.
Automatische Projektionsfehler
Weniger attraktive Personen werden meist mit negativen sozialen Kompetenzen verbunden und attraktive erhalten automatisch positive soziale Kompetenzen zugeschrieben. Doch auch ein unauffälliger Mitarbeiter kann hervorragende Leistungen bringen und Sie dürfen sich nicht vom Äußeren „blenden“ lassen. Sympathie beeinflusst die Beurteilung in einem großen Maß und so sollten Sie nicht dazu neigen, Personen mit dem gleichen Hobby oder anderen Ähnlichkeiten Pluspunkte aufgrund dieser nicht relevanten Sympathiewerte zu erteilen.
Die Gruppendynamik
In einem eher schlechten Team fällt ein durchschnittlicher Mitarbeiter schnell positiv auf, obwohl derselbe Mitarbeiter in einem guten Team keine positiven Pluspunkte sammeln würden, weil er nur durchschnittliche Leistungen erzielt. Ebenso sollten Sie sich bei Ihrer Beurteilung eines Mitarbeiters nicht auf die Meinung Dritter verlassen, sondern erstellen Sie die Bewertung nur anhand der vorher festgelegten Kriterien.
Die Geschichte des Mitarbeiters
Ereignisse, die kurz vor einer Beurteilung stattfanden, sollten in der Gesamt-Bewertung kein höheres Maß an Einfluss ausüben und auf keinen Fall muss ein Mitarbeiter, der früher gute Leistungen erbracht hat, dies auch automatisch in der letzten Beurteilungsphase erreicht haben. Ziehen Sie nur Leistung und Verhalten des Mitarbeiters im zu beurteilenden Zeitraum heran.
Der Neulingsfaktor und die Hierarchie
Neue und junge Mitarbeiter werden oft strenger beurteilt als langjährige Mitarbeiter. Bei der Personalbeurteilung muss nach gleichen Werten für alle vorgegangen werden, daher sollten Sie sich an der tatsächlichen Leistung orientieren und nicht nach der Dauer der Zugehörigkeit zur Firma. Höher gestellten Mitarbeitern werden dagegen automatisch positive Leitungen aufgrund Ihrer Stellung in der Firma zugeschrieben. Auch hier sollten Sie darauf achten, nur die tatsächlich erbrachte Leistung zu beurteilen.
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