Informationen können als „Kenntnis von Sachverhalten“ definiert werden. In Abgrenzung zu den Begriffen Daten und Wissen, lässt sich feststellen, dass Daten sozusagen das „Rohmaterial“ darstellen, erst durch die Interpretation der Daten, werden diese zu Informationen. Informationen wiederum werden zu Wissen, indem Muster erkannt werden und unterschiedlichste Informationen so in einen Zusammenhang gebracht werden können.
Es können verschiedene Maße für den Informationsgehalt unterschieden werden. Ein eher technischer Ansatz ist es, den Aufwand der Erzeugung einer Information als Informationsgehalt zu bezeichnen, dies nennt sich algorithmischer Informationsbegriff.Der wahrscheinlichkeitsbasierte Informationsbegriff, sieht einen hohen Informationsgehalt, wenn das Eintreten eines Ereignisses sehr unwahrscheinlich ist.
Die nutzenorientierte Definition sieht den Informationsgehalt dann als hoch ein, wenn die Information von Nutzen ist ein Ziel zu erreichen. Dies bedeutet jedoch, dass der Informationsgehalt individuell verschieden ist.
Der Begriff Informationsmanagement kann einfach als das Management von Informationen aufgefasst werden.
Management bedeutet in diesem Kontext nichts anderes als Planung, Steuerung und Kontrolle. Informationen werden, wie bereits erwähnt von uns als Kenntnisse von Sachverhalten definiert.
Lehrmeinungen zur Definition von Informationsmanagement sind unterschiedlich, insbesondere die Schwerpunktsetzung unterscheidet sich. Einerseits lässt sich eine technikorientierte Sichtweise feststellen, die das Management der Informationssysteme und der IT-Infrastruktur und hierbei insbesondere das Erkennen und Ausschöpfen des Potentials der IT in den Vordergrund stellt, andererseits eine Sichtweise, die eher die Unternehmensführung im Blickfeld hat und daher das Management des Informationseinsatzes, zur Unterstützung von Entscheidungen betrachtet.
Diese Betrachtungsweisen sind nicht zwangsläufig widersprüchlich, da nur verschiedene Schwerpunkte eines Bereiches hervorgehoben werden.
Das Ebenenmodell von Wollnik ordnet die Ansätze systematisch.
Die drei Ebenen entsprechen den verschiedenen Schwerpunktsetzungen des Begriffs.
Beim Management der Informationswirtschaft steht die Planung des Informationseinsatzes zur Unterstützung von Entscheidungen und zur Unterrichtung der Unternehmensführung im Vordergrund. Es muss beispielsweise eine Informationsbedarfsanalyse erstellt werden.
Weiterhin fällt in diese Ebene die strategische Planung des IT-Einsatzes, welche den IT-Einsatz an der Unternehmensstrategie ausrichtet und so für die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens eine Rolle spielt. Hierbei ist festzustellen, inwieweit die IT- wichtige Aufgaben übernehmen kann und soll. Dies geschieht in Abhängigkeit von der Informationsintensität des Geschäftsfeldes bzw. der Leistungserstellung.
Hierzu werden die Anforderungen an die Informations- und Anwendungssysteme gestellt.
Das Management der Informations- und Anwendungssysteme soll diese Anforderungen nun bearbeiten und die oberste Ebene somit unterstützen. Hierbei sind Anpassung der bestehenden Systeme bzw. Neubeschaffung und vergleichbare Aufgaben die Schwerpunkte.
Das Management der IT-Infrastrukur befasst sich beispielsweise mit Netzwerk-, Rechner-, und Installationsmanagement oder dem Bereich Sicherheits- und Katastrophenmanagement. Auch systematische Datenvernichtung gehört zum Informationsmanagement.
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